Newsletter April 2019 Bibliothek Gera  
 

Liebe Leserinnen und Leser,

während des Schreibens dieses Grußwortes, wechselt das Wetter am laufenden Band – von Sonnenschein bis Graupel und Gewitter ist alles dabei.
Genauso vielfältig und abwechslungsreich ist auch unser Angebot an Medien. Natürlich haben wir nicht jedes Buch im Bestand, das ist bei über hunderttausend Neuerscheinungen im Jahr nicht möglich und nötig. Finden Sie etwas ganz Bestimmtes nicht bei uns vor Ort oder im Onlinekatalog, dann nutzen Sie einfach die Fernleihe. Für einen kleinen Obolus von drei Euro beschaffen wir Ihnen ihr Wunschmedium.
Abwechslungsreich wie das Wetter sind auch unsere Veranstaltungsangebote. Wegen überragender Resonanz findet unser traditionelles Osterbasteln in der Kinderbibliothek zweimal statt. Bitte merken Sie sich den 6. April und 13. April vor.
Mit einer besonderen Veranstaltung würdigen wir den Welttag des Buches am 23. April. In diesem Jahr gibt es ganz entspannte Unterhaltung gepaart mit feinem Humor – unter dem Motto: „Was du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen“.
Lassen Sie sich also von den Launen des Wetters nicht abhalten. Besuchen Sie gern unsere Einrichtungen am Puschkinplatz und in der Werner-Petzold-Straße. Auf unserer Homepage finden Sie den Onlinekatalog sowie unser bunt gemischtes Veranstaltungsprogramm.

Ihr Team der Bibliothek!

Lesenswert!
 

 

Günter Kunert: Die zweite Frau

In einer Truhe fand Günter Kunert unlängst ein Manuskript, das er vor fast fünfundvierzig Jahren geschrieben hat - einen Roman, so frech, brisant und "politisch unmöglich", dass Kunert, der damals noch in der DDR lebte, ihn gar nicht erst einem Verlag vorlegte. "Absolut undruckbar", wusste er und vergrub das Manuskript so tief in seinem Archiv, dass er selbst es vollkommen vergaß und
erst jetzt durch Zufall wieder fand.
Kunert ist berühmt für seine skeptischen Gedichte, die vor ökologischen Katastrophen und Fehlentwicklungen warnen, für seine Miniaturen und kurzen Prosatexte, Notate, Hörspiele, Filme; als Romanautor kennt man ihn eher nicht. Und hier ist nun ein Roman, funkelnd und frisch, geschrieben zur Hälfte des Lebens: Der männliche Protagonist sucht nach einem Geschenk zum vierzigsten Geburtstag seiner Frau; die Auswahl in den Geschäften ist ebenso entmutigend wie seine Einfallslosigkeit, schließlich tauscht er Mark der DDR in Westgeld, um im Intershop einzukaufen, und macht dort unbedachte Bemerkungen. So nimmt eine Tragikomödie um Montaigne, Missverständnisse und Stasi-Tumbheit ihren Lauf.

Standort: Erwachsenenbibliothek R 11 Romane A - Z
 


 

Kathrin Gerlof: Nenn mich November

Marthe und David befinden sich im freien Fall und müssen Privatinsolvenz anmelden. Notgedrungen ziehen sie an den Rand eines Dorfes in ein gerade noch bewohnbares Haus, das David geerbt hat. Selbst das Internet macht einen Bogen um die Gegend.
Das Dorf – umzingelt von genmanipulierten Maisfeldern für Biogasanlagen – scheint seine Seele verloren zu haben. Die Bewohner überlassen es zwei Großbauern, ihre Angelegenheiten zu regeln. Als in ehemaligen Zwangsarbeiterbaracken Flüchtlinge untergebracht werden, zieht mit ihnen Verunsicherung ins Dorf. Marthe, geduldete Außenseiterin und unablässig auf der Suche nach den schlimmsten aller Nachrichten, erlebt, wie die Lethargie weicht. David jedoch verstummt mehr und mehr, und eines Abends liegt ein Zettel auf dem Küchentisch.
„Solche Landgeschichten sind weder erdverbundene Schönschreiberei noch Anti-Idyllen. Sie versuchen eine ländliche Welt im Verschwinden festzuhalten, bevor sie gänzlich in Vergessenheit gerät“ DIE ZEIT 2018-11-22

Standort: Erwachsenenbibliothek R 11 Romane A - Z
Onleihe: eBook


 

Hansjörg Schneider : Kind der Aare

Hansjörg Schneider, geboren 1938 in Aarau, arbeitete als Lehrer und als Journalist. Mit seinen Theaterstücken war er einer der meistaufgeführten deutschsprachigen Dramatiker, seine ›Hunkeler‹-Krimis führen regelmäßig die Schweizer Bestsellerliste an. 2005 wurde er mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Er lebt als freier Schriftsteller in Basel und im Schwarzwald.
In seiner Autobiographie erzählt er vom Aargau, der Landschaft, die ihn geprägt hat. Von den sanften Hügeln und Auen und der kargen, autoritären Atmosphäre seiner Kindheit und Jugend in den Nachkriegsjahren. Von der Studentenzeit in Basel bis hin zum Aufbruch in ein Leben für die Literatur. Woher kommt ein Schriftsteller? Authentisch, berührend und kein bisschen milde zeichnet Hansjörg Schneider nach, wie er wurde, wer er ist.

Standort: Erwachsenenbibliothek Biographien
Onleihe: eBook

Sachbuch aktuell

 


 

Trautmanns Weg: vom Hitlerjungen zur englischen Fußball-Legende

Das Buch zum Film
Der Torhüter Bernd Trautmann, 1923 in Bremen geboren, wurde in den 1950er Jahren in England zu einem großen Star. Sein Wandel von einem unkritischen Wehrmachtssoldaten und Nazi-Anhänger zu einem geachteten und verehrten Gentleman des Fußballs ist Thema dieser Biografie und nun auch eines bewegenden Spielfilms. Nach Jahren der Kriegsgefangenschaft konnte Trautmann sich bei Manchester City als Torwart etablieren. Endgültig zur Legende wurde er, als er im Pokalfinale 1956 mit gebrochenem Genick weiterspielte und seinem Team den Sieg rettete.
Die englische Historikerin Catrine Clay hat diese denkwürdige Karriere in Zusammenarbeit mit Bert Trautmann sorgsam recherchiert. Ihr gelingt ein aufschlussreicher Blick auf eine typische Jugend im Nationalsozialismus, auf hautnahe Kriegserfahrung und persönliche Lernprozesse in englischer Kriegsgefangenschaft. Am Ende steht der Wille zur Versöhnung.
 

Standort: Erwachsenenbibliothek Biographien / Trautmann

 

Wer heilt, hat recht: Chancen und Grenzen der Alternativmedizin

Was hilft wirklich? Was ist Scharlatanerie? Was Geldmacherei? Als einer der anerkanntesten Schmerztherapeuten macht Gottschling den Praxistest: Von Akupunktur und Hypnose über Bachblüten und Bioresonanz bis hin zur aktuell viel diskutierten Cannabis-Therapie, bei der Sven Gottschling einer der führenden Experten in Europa ist, stellt er die Heilungsmethoden auf den Prüfstand. Erklärt gut verständlich die Wirksamkeit und Risiken der unterschiedlichen Therapien und gibt viele Tipps, worauf Patienten achten sollten: bei der Auswahl des Therapeuten, im Gespräch mit dem Arzt und bei der Anwendung der Heilmethode.
Sven Gottschling ist Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Uniklinikums des Saarlandes. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, kranken Menschen ihre Schmerzen zu nehmen und ihnen mehr Lebensqualität zu geben. Sein Buch „Leben bis zuletzt – Was wir für ein gutes Sterben tun können“ aus dem Jahr 2016 wurde auf Anhieb ein SPIEGEL Bestseller.

Standort: Erwachsenenbibliothek Bestseller

 

Die Reise unserer Gene: eine Geschichte über uns und unsere Vorfahren

Migration und Wanderungsbewegungen sind keine Phänomene der Neuzeit: Seit der Mensch den aufrechten Gang beherrschte, trieb es ihn aus seiner Heimat Afrika in die ganze Welt, auch nach Europa. Bis vor kurzem lag diese Urgeschichte noch im Dunkeln, doch mit den neuen Methoden der Genetik hat sich das grundlegend geändert. Johannes Krause, einer der führenden Experten auf dem Gebiet, erzählt gemeinsam mit Thomas Trappe, was uns die Gene über unsere Herkunft verraten: Gibt es „Urvölker“? Wann verloren die frühen Europäer ihre dunkle Haut? Welche Rolle spielte die Balkanroute in den vergangenen 40.000 Jahren? Eine große Erzählung, die zeigt: Ohne die Einwanderer, die über Jahrtausende aus allen Richtungen nach Europa kamen und immer wieder Innovationen mitbrachten, wäre unser Kontinent gar nicht denkbar.
Prof. Dr. Johannes Krause ist Experte für die Entschlüsselung der DNA aus alten Knochen und Direktor des 2014 neu gegründeten Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena. Thomas Trappe studierte in Leipzig Diplom-Journalistik mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaften. Er Journalist und hat sich lange mit den Themen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus berichtete bereits mehrfach über die Forschungsprojekte von Johannes Krause, die regelmäßig internationales Aufsehen erregen.
 

Standort: Erwachsenenbibliothek Bestseller

 

Kinderbibliothek

Bald ist Ostern!

Alle kleinen Bastelfreunde sind am 6. und 13. April von 10:30 bis 12:30 Uhr herzlich zum Osterbasteln eingeladen!

Drei Büchertipps für coole Kids

Hektor ist kein Schisser!

Erst wenn der kleine Wolf Hektor die Mutprobe bestanden hat, darf er in der von Igel, Eichhörnchen und Eule neugegründeten Bande mitmachen. Leider ist die Mutprobe alles andere als einfach. Er soll Brombeeren klauen, ausgerechnet aus dem Garten vom bösen Bären.

 

Die schaurigen Fälle des Derek Schlotter – Angriff der MUHtanten

Alpträume, Alpträume, Alpträume! Sind tatsächlich Schleckmeyers Schokoriegel für die gruseligen Träume verantwortlich? Derek Schlotter und sein Hund Rufus wollen der Sache auf den Grund gehen. Was geht wirklich in der Schokoladenfabrik vor sich?

Die Tornado-Jäger

Die Stadt Barrow wird ständig von gewaltigen Tornados heimgesucht. Deshalb gelten besondere Regeln und Sturmgesetze in der Kleinstadt. Owen und seine Freunde haben die Nase voll von den unzähligen Vorsichtsmaßnahmen und Kontrollen. So beschließen die Freunde als Tornado-Jäger das Unglaubliche zu wagen.


Ausstellung
 

 
1. April bis 11. Mai 2019

"Phantasie & Landschaft"

Acrylmalerei von Hans-Jürgen Hartmann

Hans-Jürgen Hartmann, geboren 1950, begann im Juni 2017 erstmals sich mit Malerei zu beschäftigt. Grund dafür war die Krebserkrankung seines Sohnes. Im November 2018 starb der Sohn an den Folgen seiner Erkrankung. "Das Malen", so Hans-Jürgen Hartmann, "hat mir geholfen, mit dieser Situation besser zurecht zu kommen. Hier fand ich die erforderliche innere Ruhe und Ausgeglichenheit, um mit diesem Schicksalsschlag umgehen zu können."
Die rund 30 in der Ausstellung gezeigten Bilder von Hans-Jürgen Hartmann sind Spiegelbilder vergangener und gegenwärtiger Gemütsverfassung. Es dominieren gedämpfte und warme Farbtöne. Besonderes Augenmerk legt Hartmann auf die Wirkung des Wechselspiels von Licht und Schatten. Am eindrucksvollsten widerspiegeln das seine Naturbilder. Die Arbeiten bilden nicht die objektive Realität wieder; vielmehr vermischen sich Phantasie, Wirklichkeit und persönlicher Gemütszustand zu einem Bild.

Die Autoren des Literaturclubs haben sich intensiv im Vorfeld der Ausstellung mit den Bildern auseinandergesetzt. Entstanden sind berührende kurze Texte. Diese werden am Montag, dem 8. April um 17 Uhr in einer Lesung vorgetragen.

Veranstaltungen

Immer samstags um 10:30 Uhr "Bücher beißen nicht"

Vorlesegeschichten für Kinder ab 4 Jahren (Dauer ca. 20 min)

6. April   „Der Ritter, der nicht kämpfen wollte“
13. April   Von Osterhasen und Angsthasen
20. April   Fitz, der Findehase
27. April   Onno & Ontje : Der größte Freund auf der Welt

An den Samstagen 6. und 13. April wird in der Kinderbibliothek fleißig für den Osterhasen gebastelt!

Freitag, 12. April 2019 / 16 - 18 Uhr

"Sumptos ludos"

"Sumptus Ludos" - Spieletreff in der Kinderbibliothek

Spielbegeisterte und Interessierte (ab 10 Jahren) sind jeden zweiten Freitag des Monats ab 16 Uhr zum Spieletreff eingeladen. Gespielt werden Strategiespiele, Brettspiele und auf Wunsch auch andere Spiele aus dem Bestand der Kinderbibliothek. Angeleitet und unterstützt wird der Spielenachmittag von den Profis des Vereins Spieletreff Gera e.V. mehr...

Eintritt frei!


Alle Veranstaltungen im Rahmen des Bücherfrühlings finden Sie hier!
 

Dienstag, 2. April 2019 / 17.00 Uhr

TREFFPUNKT BIBLIOTHEK

"Der Granit lässt mich nicht los"

Bernd Kemter über Goethe als Naturforscher im Fichtelgebirge und in Böhmen

Johann Wolfgang von Goethe war nicht nur ein gefeierter Dichter, sondern ebenso ein begeisterter Naturwissenschaftler. Bernd Kemter zeigt an diesem Nachmittag den Dichterfürst auf Reisen, mehr...

Eintritt frei!

Mittwoch, 3. April 2019 / 19.30 Uhr

"Lutz Lindemann: Optimist aus Leidenschaft. Mein Leben"

Buchgespräch mit Frank Willmann und Lutz Lindemann

Lutz Lindemann gehört zu den bekanntesten Fußballstars der DDR, er spielte für die Nationalmannschaft und für den FC Carl Zeiss Jena im Europapokal.  mehr...

Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung

Eintritt frei!

Dienstag, 9. April 2019 / 17.00 Uhr

"Der besondere Blick: Geraer Stadtlandschaften"

Buchpremiere mit Fotograf Chris Glasser und Herausgeber Frank Rüdiger

Der Geraer Chris Glasser präsentiert mit seinen fotografierten Stadtlandschaften aufgeräumte Straßen und Plätze seiner Heimatstadt, auf denen kaum Menschen zu sehen sind. mehr...

Eintritt frei!

Mittwoch, 10. April 2019 / 19.30 Uhr

"Reichsautobahnen in Mitteldeutschland"

Bildvortrag mit Bertram Kurze

Bertram Kurze präsentiert mit seinem Buch "Reichsautobahnen in Mitteldeutschland" die erste umfassende und profunde Geschichte zu den Reichsautobahnen in Mitteldeutschland von 1933 bis 1943. mehr...

Eintritt: 5 €

Donnerstag, 11. April 2019 / 18.00 Uhr

"Warten auf den Vater"

Lesung mit Tatjana Böhme-Mehner

Erinnerungen an Ibrahim Böhme.
Von der Lichtgestalt zum enttarnten Spitzel - die doppelten Leben des Ibrahim Böhme mehr...

Eintritt frei!

Mittwoch, 17. April 2019 / 19.30 Uhr

"Wahnsignale"

Musikalische Lesung mit Andreas Hähle & "Stern Combo Meißen" Sänger Manuel Schmid

Anfang der 90er Jahre irgendwo in einer Küstenstadt im Osten Deutschlands. Das knappe Jahr der Freiheit ist vorbei, die DDR existiert nicht mehr. Statt der versprochenen blühenden Landschaften begannen Glaspaläste die wenigen Mutigen auszukehren, die sich mit kleinen Läden über Wasser zu halten versuchten. mehr...

Veranstalter: Edition Outbird

Eintritt: 6 € / erm. 5 €

 

WELTTAG DES BUCHES
Dienstag, 23. April  / 19:30 Uhr

"Was du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen!"

Feiner Humor und entspannte Unterhaltung mit Jan Lipowski

Jan Lipowski legt mit „Was du heute kannst entkorken, das verschiebe nicht auf morgen!“ sein fünftes Buch vor. Er schreibt mit Schwung, amüsant, lebensnah sowie mit stets angenehmer Selbstironie und vermittelt dabei federleichte "Carpe-Diem-Botschaften".  mehr...

Eintritt: VVK 6 € / AK 8 €

Dienstag, 30. April / 17:00 Uhr

TREFFPUNKT BIBLIOTHEK

Helmut Pock liest zum Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933

Auszüge aus Franz Fühmann: "Barlach in Güstrow"

„Im „schlimmen Jahr“ 1937 ist es der vierte kirchliche Fall nach Magdeburg, Kiel und Lübeck, dass ein Ehrenmahl für die Weltkriegsgefallenen, nun die Bronzefigur des schwebenden Engels von Ernst Barlach aus dem Dom zu Güstrow, bei Nacht und Nebel fortgeschafft wurde. mehr...

 


VORSCHAU
 

 
Donnerstag, 2. Mai / 17:00 Uhr

"Leben mit dem Vergessen"

Familienkrankheit Demenz

Themennachmittag mit Silvia Bogdanowa

Kooperation mit der Heimbetriebsgesellschaft

 

Bibliothek am Puschkinplatz

https://www.biblio-gera.de
info@biblio-gera.de